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Neuigkeiten

„Die Welt der Manufakturen ist beinahe unendlich"

„Die Welt der Manufakturen ist beinahe unendlich"

Manufakturen: Sinnbild für Qualität, Langlebigkeit und nicht selten große Ästhestik. Im Interview sprechen wir mit einem Experten der deutschen Manufakturenlandschaft, Olaf Salié, über die Zukunft der Manufakturen in Zeiten der Globalisierung. weiterlesen

beyond bauhaus: Rückblick in Bildern

beyond bauhaus: Rückblick in Bildern

Das zweiwöchige Festival zum Gestaltungswettbewerb beyond bauhaus ist beendet. Zeit für einen Rückblick. weiterlesen

Deutscher Mobilitätspreis: Ideenwettbewerb gestartet!

Deutscher Mobilitätspreis: Ideenwettbewerb gestartet!

Beim Ideenwettbewerb des Deutschen Mobilitätspreises sind ab heute Ihre Ideen gefragt! weiterlesen

Ideen auf Reisen: "Ausgezeichnete Orte 2019“ in fünf Städten zu Gast

Ideen auf Reisen: "Ausgezeichnete Orte 2019“ in fünf Städten zu Gast

Nichts fürs stille Kämmerlein: Die "Ausgezeichneten Orte 2019" zeigen ihre spannenden Innovationen in den Zukunftsfilialen der Deutschen Bank. Den Perspektivwechsel, für den die Ausstellung wirbt, können Besucher auch ganz konkret erleben - an einem großen Kaleidoskop. weiterlesen

Deutscher Mobilitätspreis 2019: Diese Ideen machen Deutschland mobiler

Deutscher Mobilitätspreis 2019: Diese Ideen machen Deutschland mobiler

Rollstuhlfahren per Kopfbewegung, Arztbesuch im Linienbus oder ganzheitliche Mobilität im Quartier der Zukunft: Die Preisträger des Deutschen Mobilitätspreis 2019 stehen fest und stellen sich nun vor. weiterlesen

Ideenfest unter Linden: Minister ehrt Ausgezeichnete Orte 2019

Ideenfest unter Linden: Minister ehrt Ausgezeichnete Orte 2019

Die zehn frisch ernannten Preisträger des größten bundesdeutschen Innovationswettbewerbs erlebten einen besonderen Tag im Herzen Berlins: Ihnen zu Ehren feierten mehr als 100 Gäste mit, namhafte Persönlichkeiten gaben sich auf der Bühne die Klinke in die Hand - und ein Bundesminister wurde in seiner Mut machenden Laudatio kurz persönlich. weiterlesen

Der Deutsche Mobilitätspreis geht in die vierte Runde

Der Deutsche Mobilitätspreis geht in die vierte Runde

Nach drei erfolgreichen Wettbewerbsrunden suchen "Deutschland - Land der Ideen" gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in diesem Jahr innovative Mobilitätslösungen, die Lebensqualität fördern und einen Beitrag zu ausgeglichenen Lebensverhältnissen in Deutschland leisten. weiterlesen

"Die Menge an vielversprechenden Ideen ist grandios": Interview mit beyond bauhaus Jurymitglied Oliver Jahn

"Die Menge an vielversprechenden Ideen ist grandios": Interview mit beyond bauhaus Jurymitglied Oliver Jahn

Die 20 Gewinner des Wettbewerbs "beyond bauhaus - prototyping the future" wurden von einer internationalen Jury ermittelt. Oliver Jahn ist einer von ihnen. Mit ihm sprachen wir über die Bedeutung des bauhaus-Gedankens für die Gegenwart und Zukunft, den inernationalen Wettbewerb und die Preisträger. weiterlesen

„Eine Vielfalt der Zukünfte“:  Fast 1.500 Bewerbungen im beyond bauhaus-Wettbewerb

„Eine Vielfalt der Zukünfte“: Fast 1.500 Bewerbungen im beyond bauhaus-Wettbewerb

Fast 1.500 Bewerbungen im Wettbewerb „beyond bauhaus – protoytping the future“ machen deutlich: Im Jubiläumsjahr des Bauhauses hat der internationale Wettbewerb einen Nerv getroffen. Im Interview berichten Ute Weiland, Geschäftsführerin von Deutschland – Land der Ideen, und Dr. Sven Sappelt, Gründer des CLB Berlin und Projektpartner des Wettbewerbs, von ihren Eindrücken nach einer ersten Sichtung der zahlreichen Einreichungen. weiterlesen

„Das Bauhaus beeinflusst unser Leben - heute und morgen“: Interview mit beyond bauhaus-Jurymitglied Eyal Gever

„Das Bauhaus beeinflusst unser Leben - heute und morgen“: Interview mit beyond bauhaus-Jurymitglied Eyal Gever

Eyal Gever, Mitglied der internationalen Jury des Wettbewerbs "beyond bauhaus - prototyping the future", erzählt im Interview, welche Bedeutung das Bauhaus in Israel hat und inwiefern die Bauhaus-Ideen unser Leben noch heute beeinflussen. weiterlesen

"Das Bauhaus als Kickstarter": Interview mit Christian Benimana, Jurymitglied von beyond bauhaus

"Das Bauhaus als Kickstarter": Interview mit Christian Benimana, Jurymitglied von beyond bauhaus

Christian Benimana sprach mit uns über die Bauhaus-Idee und was diese auch heute noch Studenten bieten kann sowie über seine Hoffnung, dass die Wahl der besten Projekte inspirierend für globale Lösungen sein kann. weiterlesen

„Jeder hat Recht auf gutes Design“: Interview mit beyond bauhaus-Jurymitglied Lisa Lang

„Jeder hat Recht auf gutes Design“: Interview mit beyond bauhaus-Jurymitglied Lisa Lang

Lisa Lang, Mitglied der internationalen Jury des Wettbewerbs "beyond bauhaus - prototyping the future", hat uns erzählt, warum das Bauhaus sie geprägt hat und welche Aufgaben Design in unserer Gesellschaft erfüllt. weiterlesen

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Condé Nast Germany

"Die Menge an vielversprechenden Ideen ist grandios": Interview mit beyond bauhaus Jurymitglied Oliver Jahn

Jetzt stehen sie fest: Die 20 Gewinner des Wettbewerbs "beyond bauhaus - prototyping the future". Die Preisträger wurden von einer internationalen Jury ermittelt. Oliver Jahn ist einer von ihnen.

Oliver Jahn ist seit 2011 Chefredakteur von AD Architectural Digest Deutschland. Die Marke AD ist Oliver Jahn wie auf den Leib geschneidert: Der Bibliomane - in seinem Besitz befinden sich mehr als 15 000 Bücher - studierte in Kiel Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Philosophie. Oliver Jahn arbeitete zunächst beim Suhrkamp Verlag in Frankfurt und für die Kunstzeitschrift Monopol, bevor er 2006 bei AD begann.

Mit Oliver Jahn sprachen wir über die Bedeutung des bauhaus-Gedankens für die Gegenwart und Zukunft, den internationalen Wettbewerb und die Preisträger.

1. Durch das 100-jährige Jubiläum ist das Bauhaus derzeit in aller Munde. Was macht das Bauhaus auch heute so populär?
Das Bauhaus ist natürlich als historisches Phänomen längst eine Legende. Ideenschmiede, kreativer Spielplatz, gleichberechtigt für Mann und Frau, sagenumwobene Feste, verrucht (Bolschewismusverdacht!), einfach ein Ort für freie Geister, getragen von dem unbändigen Wunsch nach einer besseren, helleren, sauber und gut gestalteten Alltagswelt für jeden Einzelnen - eine Utopie nicht zufällig verdichtet unter dem Eindruck eines bestialischen Krieges. Natürlich ist es im historisch präzisen Rückblick leicht, manches zu entzaubern. Die meisten Produkte kamen nie über den Prototypenstatus hinaus, Gründungschef Gropius war vor allem ein Marketinggenie und weniger Designkoryphäe, mit der Gleichberechtigung war es auch so eine Sache usw. ABER: Die Faszination ist ungebrochen, wie man sieht und spürt, die sprühende Lust an Kreativität, Experiment, Entdeckung, der Aufbruchswille, die Freude am Spiel, der Glaube an eine bessere Welt aus dem Geist guter Gestaltung, all das brauchen wir heute mehr denn je. Ich glaube, das Bauhaus ist eine perfekte Blaupause dafür - weniger vielleicht mit einer trockenen Liste seiner tatsächlichen Erfolge als mit seinem quicklebendigen, quecksilbrigen Mindset.

2. Weltweit haben sich sehr viele Kreative für den Wettbewerb beworben. Wie erklären Sie sich diese enorme Resonanz?
Eben erst einmal aus der unglaublichen Faszination, die das Bauhaus bis heute ungebrochen hat. Es hat im frühen zwanzigsten Jahrhundert in ganz Europa eine weit verzweigte Avantgarde-Bewegung gegeben, aber kaum eine löst bis heute weltweit einen solchen Impuls aus, sich daran anschließen zu wollen. Unsere Welt heute ist fast unerträglich komplex geworden - und anders als es eine festgefahrene Politik erscheinen lässt, gibt es weltweit so unglaublich viel gestalterische Kraft, so viel hoch kreative Leute, die die komplexen Probleme der Umwelt, des Hungers, der überquellenden Städte, der Verteilung, der Mobilität lösen wollen. Die Menge an vielversprechenden Ideen - aus dem Geist des alten Bauhaus-Gedankens heraus - ist grandios.

3. Welches Potential sehen Sie in den ausgezeichneten Projekten?
Großes. Manches ist versponnen, manches ist sehr konkret. In der Summe gibt es viele Ideen, die es wert wären, ernsthaft verfolgt zu werden. Wir brauchen schon in der nächsten Zukunft schlag- und ressourcenkräftige, interdisziplinäre Netzwerke von Think-Tanks und Gestaltern, denn allein kann kein Land und kein Büro eines der großen Menschheits- und Gesellschaftsthemen lösen. Aber in Netzwerken bündeln sich diese Ideen und Kräfte. Es ist wichtiger denn je, dass solche Konzepte nicht nur Gedankenspiele bleiben, sondern die vielversprechendesten evaluiert und dann umgesetzt werden.

4. Hat das Bauhaus heute noch Einfluss auf die Designer?
Als Idee im o.g. Sinne ganz sicher. In den konkreten Ausprägungen, in den tatsächlich entstandenen Entwürfen quer durch alle Disziplinen hat es glaube ich eher einen Appeal für Sammler, Designhistoriker, Liebhaber. Es ist aber auch eine unerschöpfliche Fundgrube, wer suchen und graben möchte, findet unendlich viel. Jeder will Bauhaus-Keramik oder einen Mies-Sessel usw, das sind auch Fetische, die eben die Energie des Ortes und der Zeit in sich tragen und abgeben, wann immer man möchte. Aber natürlich wird es kaum einen Architekten oder Designer heute geben, der sich nicht irgendwann damit auseinandersetzt, egal ob er es dann mag oder nicht. Man kann sich nicht nicht zum Bauhaus verhalten.

5. Der Design-Begriff hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert. Spiegelt sich das auch in den Bewerbungen zum beyond bauhaus Wettbewerb wider?
Wie alles unterliegt das Design als Beruf, als Tätigkeit, als Begriff immer auch selbst historischem Wandel. Man denke an die 80er Jahre, als der Begriff “Design” gern als werbliches Etikett benutzt wurde, um das angeblich schicke Objekt von anonymer Massenware abzusetzen. Designer-Jeans, Designer-Brille waren solche Schlagworte, als gäbe es irgendetwas von Menschenhand, das nicht entworfen wäre - egal wie schlecht. So wie man heute lieber von Craftsmenship redet, wenn man Handwerk meint. Ist eben anders aufgeladen dadurch. Heute sind die Themen völlig andere, es ist großartig, einen tollen Stuhl zu entwerfen, eine Lampe, ein Bett. Nachhaltiges Design auf einem sterbenden Planeten zu entwerfen, sich als Designer und Architekt eben mit Umwelt, Städten, Bildungseinrichtungen, Hunger, gesellschaftlichem Wandel, Überalterung usw auseinander zu setzen hat noch einmal andere Dimensionen. Der Wettbewerb hat mir gezeigt, welch riesiges Potenzial es da gibt und noch viel mehr wie viel Einsatzbereitschaft.