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Neuigkeiten

Ausgezeichnete Orte 2017 aus Berlin gewürdigt

Ausgezeichnete Orte 2017 aus Berlin gewürdigt

Nach Sachsen, Saarland, Bremen, Bayern und Sachsen-Anhalt waren nun die insgesamt 26 „Ausgezeichneten Orte“ aus Berlin an der Reihe, bei einem Empfang in der Senatskanzlei in ihrer Stadt gewürdigt zu werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller lud gemeinsam mit uns und der Deutschen Bank zu einem Empfang in das Rote Rathaus ein. weiterlesen

Bis Januar 2018: Ausstellung im Quartier Zukunft

Bis Januar 2018: Ausstellung im Quartier Zukunft

Eine Virtual-Reality-Brille für den Biologieunterricht, Prothesen aus dem 3D-Drucker und eine zweite Chance für schräges Gemüse: Ausgewählte Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ sind jetzt in einer Ausstellung im Quartier Zukunft zu sehen. weiterlesen

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Gruppenbild Ausgezeichnete Orte-Expertenjury 2018. Foto: Deutschland - Land der Ideen / Bernd Brundert

„Nur wer die Ideen kennt, kennt auch das Land“: Ausgezeichnete Orte-Jurymitglied Reinhard Karger im Interview

Am 4. Juni 2018 wurden die 100 „Ausgezeichneten Orte“ 2018 unter dem Jahresmotto "Welten verbinden - Zusammenhalt stärken" bekannt gegeben und mit einer feierlichen Preisverleihung in Berlin geehrt. Aus fast 1.500 Bewerbungen hatte die unabhängige Expertenjury in der Jurysitzung zuvor die schwierige Aufgabe, die 100 Preisträger auszuwählen. "Welten verbinden - Zusammenhalt stärken" - so lautet das Wettbewerbsmotto, das in diesem Jahr den Rahmen für die Wahl der Projekte darstellte. Reinhard Karger, Jurymitglied und Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat mit uns über seine Eindrücke von der Jurysitzung gesprochen und uns erklärt, dass auch Künstliche Intelligenz Welten verbinden kann:

Dieses Jahr geht es im "Ausgezeichnete Orte"-Wettbewerb um das Thema „Welten verbinden - Zusammenhalt stärken“. Können Künstliche Intelligenz-Anwendungen Zusammenhalt stärken oder stellen sie gar eine Gefahr für gesellschaftlichen Zusammenhalt dar?

Künstliche Intelligenz meint die Digitalisierung menschlicher Wissensfähigkeiten. Es geht also um den Menschen und darum, ihn zu ergänzen, Werkzeuge zu schaffen, die den Menschen dabei unterstützen, seine Ziele zu erreichen. Aber wie das schon immer mit Werkzeugen war, können auch diese missbraucht werden. Objekterkennung in Bildern kann ein Fluch sein - in den Händen von Diktaturen - und ist ein Segen, wenn der Arzt durch Künstliche Intelligenz CT- oder MRT-Aufnahmen effizienter analysieren kann und so eine bessere Diagnose stellt. Und wenn es darum geht, Welten zu verbinden: Denken Sie an maschinelle Übersetzung, die mittlerweile in Alltagssituationen bei gesprochenen Dialogen Verständigung herstellt, Missverständnisse vermeiden hilft und Sprachlosigkeit überwindet.

Reinhard Karger Foto: Christian Krinninger

Welche neuen Ideen oder Impulse nehmen Sie von der Jurysitzung mit?
Immer mehr Ideen sind technisch ausgereift und zielen auf die Unterstützung in ganz alltäglichen Situationen oder befähigen zu besseren Entscheidungen, ob das der Landwirt ist oder der Stadtplaner, der Jurist oder der Privathaushalt, der seinen Solarstrom besser nutzen möchte. Innovative Lösungen für die Erschließung von Wohnräumen oder neuartige Formate des Austauschs von Unternehmen untereinander. Ob man bei der Pflege von Demenzerkrankten unterstützt oder aber die kreative Förderung von Kindern im Bereich der digitalen Bildung. Und es geht eben auch viel um Situationen, an die man vielleicht nicht sofort denkt: Ein Entwicklungshilfeprojekt in Afrika eröffnet Chancen und verbindet somit ebenso Welten.

Seit 13 Jahren gibt es nun schon die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Warum, denken Sie, braucht Deutschland eine Initiative wie diese?

Deutschland ist das Land der Ideen - und wird vom Ausland auch so gesehen. Manchmal allerdings - eigentlich oft - wird dieser tatsächliche Ideenreichtum vom Tagesgeschäft und der Tagesgeschäftigkeit überlagert. Die öffentliche Atmosphäre wird dominiert von Nervosität, vielwortiger Atemlosigkeit und volatilen Bedenken. Das fördert das Mäkeln und Motzen und nicht das Tun und das Machen. Es gibt eine Fülle guter Ideen in Deutschland und Initiativen, die regional ausstrahlen könnten, aber nur lokal bekannt sind. Land der Ideen macht diese Ideen sichtbar, knüpft neue Maschen in den Beziehungsnetzen, verbindet die Aktiven - und stärkt dadurch Zusammenhalt. Die Auszeichnung ist ein Ausdruck von Wertschätzung und motiviert, sich weiterzuentwickeln, sich einzubringen und ist so ein Ansporn, die gute Idee auch umzusetzen. Oft wird in letzter Zeit von Resilienz gesprochen. Eine Gesellschaft, die ihre guten Ideen kennt, ist widerstandsfähiger, kreativer, das Wir ist stärker - nur wer die Ideen kennt, kennt auch das Land.