arrow to leftarrow to rightburger menuClosefacebookCheckinstagramLoginLoginPlay VideoPrintSearchtwitter
QR-Code: https://land-der-ideen.de/neuigkeiten-videos-termine/neuigkeiten/interview-netzwerk-gegen-wohnungskummer

Neuigkeiten

„Das Herzstück der Republik“: Zwischen Zeche und Zukunft

„Das Herzstück der Republik“: Zwischen Zeche und Zukunft

Wie lassen sich Unternehmenstraditionen in das 21. Jahrhundert überführen? Welche Chancen ergeben sich für Betriebe aus der Digitalisierung? Unter der Schirmherrschaft des NRW-Wirtschaftsministers Andreas Pinkwart haben wir gemeinsam mit der Rheinischen Post, der Deutschen Bank, PricewaterhouseCoopers und Kienbaum in den vergangenen Wochen die innovativsten Unternehmen Nordrhein-Westfalens gesucht. weiterlesen

"Crowdfunding ist Gold wert": Interview mit Shai Hoffmann

"Crowdfunding ist Gold wert": Interview mit Shai Hoffmann

Am 4. Juni ist es endlich so weit: Die diesjährigen „Ausgezeichneten Orte“ werden bekanntgegeben. Gemeinsam mit der Deutschen Bank ehren wir 100 innovative Projekte, die neben der feierlichen Preisverleihung an diesem Tag Impulse zu verschiedenen Themen erhalten werden. Unter anderem auch zum Thema „Crowdfunding“ von Social Entrepreneur und Projektberater Shai Hoffmann. weiterlesen

Deutscher Mobilitätspreis gestartet: Innovationen für eine nachhaltige Mobilität gesucht

Deutscher Mobilitätspreis gestartet: Innovationen für eine nachhaltige Mobilität gesucht

„Intelligent unterwegs – Innovationen für eine nachhaltige Mobilität“: Unter diesem Motto können sich ab sofort bis zum 28. Mai 2018 innovative Projekte für den Deutschen Mobilitätspreises bewerben. Gesucht werden zehn Leuchtturmprojekte, die mit digitalen Mitteln dafür sorgen, dass Verkehr und Logistik nachhaltiger sind. weiterlesen

1.500 Bewerbungen für Deutschlands Innovationswettbewerb

1.500 Bewerbungen für Deutschlands Innovationswettbewerb

Wie stärken wir den Zusammenhalt in der Gesellschaft? Gemeinsam mit der Deutschen Bank suchten wir mit dem Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" in diesem Jahr Innovationen, die Lebenswelten miteinander verbinden und dabei dem Gemeinwohl dienen. weiterlesen

Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" geht in neue Runde

Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" geht in neue Runde

Pünktlich zum Jahresbeginn waren wieder kreative Ideen gefragt: Vom 9. Januar bis 20. Februar 2018 lief die Bewerbungsphase des Wettbewerbs "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen". weiterlesen

Deutscher Mobilitätspreis: Preisträger des Ideenwettbewerbs ausgezeichnet

Deutscher Mobilitätspreis: Preisträger des Ideenwettbewerbs ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung des Deutschen Mobilitätspreises prämierten „Deutschland – Land der Ideen“, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Wettbewerbspartner Esri Deutschland drei vielversprechende Ideen für die Mobilität von morgen. weiterlesen

Neue Plattform für gute Ideen

Neue Plattform für gute Ideen

Es ist so weit: Seit November 2017 präsentiert sich unsere neue Webseite in modernem Design sowie mit neuer Struktur und bietet insbesondere eines: Eine Plattform für gute Ideen. weiterlesen

Interview: Netzwerk gegen Wohnungskummer

Interview: Netzwerk gegen Wohnungskummer

Hauptsache weg von zu Hause! Die Gründe können vielfältig sein: Entscheiden sich Minderjährige für ein Leben auf der Straße, brauchen sie schnelle und unkomplizierte Unterstützung. Wie der „Ausgezeichnete Ort“ MOKLI ihnen zur Seite steht, erklärt Jörg Richert vom Berliner Jugendhilfeverein KARUNA und Gründer der neuen Hilfefinder-Plattform. weiterlesen

Ausgezeichnete Orte 2017 aus Berlin gewürdigt

Ausgezeichnete Orte 2017 aus Berlin gewürdigt

Nach Sachsen, Saarland, Bremen, Bayern und Sachsen-Anhalt waren nun die insgesamt 26 „Ausgezeichneten Orte“ aus Berlin an der Reihe, bei einem Empfang in der Senatskanzlei in ihrer Stadt gewürdigt zu werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller lud gemeinsam mit uns und der Deutschen Bank zu einem Empfang in das Rote Rathaus ein. weiterlesen

Bis Januar 2018: Ausstellung im Quartier Zukunft

Bis Januar 2018: Ausstellung im Quartier Zukunft

Eine Virtual-Reality-Brille für den Biologieunterricht, Prothesen aus dem 3D-Drucker und eine zweite Chance für schräges Gemüse: Ausgewählte Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ sind jetzt in einer Ausstellung im Quartier Zukunft zu sehen. weiterlesen

KARUNA e.V.

Interview: Netzwerk gegen Wohnungskummer

Hauptsache weg von zu Hause! Die Gründe können vielfältig sein: Entscheiden sich Minderjährige für ein Leben auf der Straße, brauchen sie schnelle und unkomplizierte Unterstützung. Wie der „Ausgezeichnete Ort“ MOKLI ihnen zur Seite steht, erklärt Jörg Richert vom Berliner Jugendhilfeverein KARUNA und Gründer der neuen Hilfefinder-Plattform.

Wie entstand die Idee zu MOKLI?
Bei KARUNA arbeiten wir nach dem Prinzip der Augenhöhe unter anderem mit jungen Menschen zusammen, die obdachlos leben. Das bedeutet: Wir suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen. In einem Meeting sagte eine junge Frau: Als ich viele Jahre obdachlos war, hätte ich mir eine Telefonnummer gegen Wohnungskummer gewünscht. Das war die Initialzündung. Wir wollten aber etwas Moderneres entwickeln. Und haben uns gefragt: Warum gibt es keine digitalen Hilfsangebote, zum Beispiel eine App oder mobile Website?

Wie ging es weiter?
Gemeinsam mit Mitgliedern der Straßenkinderinitiative MOMO haben wir überlegt: Wie kann man jungen Obdachlosen in ihrer existenziellen Not helfen, die richtigen Anlaufstellen in ihrer Nähe zu finden? Dabei muss man bedenken: Bei Jugendlichen ist das Selbsthilfepotenzial noch nicht so entwickelt. Es fehlen die Erfahrungen, wie man sich auf der Straße durchschlägt. Das birgt Gefahren. Wir wissen beispielsweise aus unserer Arbeit, dass viele über Monate Couch-Hopper sind, sich über die sozialen Netzwerke eine Unterkunft organisieren. Oft werden sie dort Opfer von Gewalt und Missbrauch. Über MOKLI finden sie sichere Übernachtungsmöglichkeiten.

Welche sind das? Und was finde ich noch über Ihre mobile Seite?
Sichere Bleiben sind zum Beispiel Inobhutnahmestellen. Im Notfall vermitteln wir auch ein Hotelzimmer. Außerdem finden Jugendliche über MOKLI heraus, wo sie etwas zu Essen und Trinken bekommen, wo sie ihre Wäsche waschen können oder wo die nächste Beratungsstelle ist. Mittlerweile haben wir 3.500 Einrichtungen dieser Art bundesweit recherchiert und die Daten in eine Adressendatei eingegeben, die wir stetig aktualisieren und die per Smartphone abgerufen werden kann.

Haben alle obdachlosen Jugendlichen ein Smartphone?
Ja, die meisten sind bestens vernetzt und unterstützen sich gegenseitig. Das ist ein Netzwerk, das wir oft unterschätzen. Wenn der eine durchhängt, klopft er beim anderen an. Dann trifft man sich, gibt gute Ratschläge. Als Experten ihrer Lebenssituation entwickeln die Jugendlichen teils Lösungen, auf die wir nicht kommen. Diese Hilfsbereitschaft fördert MOKLI: In unseren WhatsApp-Gruppen werden auch Sachfragen geklärt, etwa: Wie kann ich einen Hartz-IV-Bogen ausfüllen?

Was war Ihnen bei der Entwicklung der Plattform wichtig?
Man muss immer die Lebenssituation der Nutzer bedenken. Die Jugendlichen stehen unter Stress, sind meist in großer Not. Daher galt für uns: Weniger ist mehr. Das Datenvolumen durfte nur so groß sein, dass es schnell heruntergeladen werden kann. Statt auf Clips und technische Spielereien haben wir auf leicht verständliche Icons gesetzt.

Und wenn MOKLI nicht weiterhelfen kann?
Über unseren Notruf-Button kommen fast täglich Notrufe, wo nichts mehr geht und die Plattform nicht weiterhilft. Dann müssen wir rasch reagieren. So wie heute Morgen, als eine 18-Jährige uns geschrieben hat. Sie will ins betreute Wohnen für Mädchen, weil sie sich in einer bedrohlichen Situation befindet. Diese junge Frau werden wir schnellstmöglich zurückrufen und versuchen, den Fall zu lösen.

Wie kann ich als Bürger Straßenkindern helfen? Und was sollte die Politik tun?
Jeder Einzelne kann Hilfsprojekte finanziell oder ehrenamtlich unterstützen. Auch wir suchen zum Beispiel Ehrenamtliche, die Jugendlichen beistehen. Wäre ich Minister, würde ich Jugendobdachlosigkeit zum zentralen Thema machen. Denn die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben, wächst. Wir brauchen mehr Inobhutnahmestellenplätze – und eine langfristige Lösung, wie wir schneller Wohnraum zur Verfügung stellen können. In Dänemark etwa bekommen Bedürftige innerhalb von 14 Tagen eine Einzimmerwohnung. Bei uns müssen sich Betroffene teils über Jahre beweisen, dass sie mit der eigenen Wohnung solide umgehen können. Daran scheitern viele Menschen und bleiben dauerhaft wohnungslos.

Deutschlands Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“
„Offen denken. Damit sich Neues entfalten kann“: Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank prämieren 2017 bundesweit die 100 besten Projekte, die zeigen, wie Offenheit für Neues unsere Gesellschaft voranbringen kann.

Weitere Infos zum Wettbewerb und zur MOKLI-Plattform: www.ausgezeichnete-orte.de sowie www.karunaberlin.de.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.