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bioliq – Sprit aus Stroh

Foto: Forschungszentrum Karlsruhe

Kein Strohfeuer

Ein neues Verfahren verwandelt Biomasse in hochwertige synthetische Kraftstoffe.

Rohstoffe schwinden, Benzinpreise steigen und die Suche nach alternativen Kraftstoffen wird immer mehr zur Notwendigkeit. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine Lösung gefunden. Das neue bioliq-Verfahren ermöglicht die Herstellung hochwertiger synthetischer Kraftstoffe aus Biomasse. Allein die ungenutzten Mengen an Getreidestroh könnten über zehn Prozent des derzeitigen Kraftstoffbedarfs in Deutschland decken, so das Forschungsinstitut. Aufgrund der Verwertung von Restprodukten wird die Nahrungsproduktion nicht durch das Verfahren gefährdet. Bisherige Schwierigkeiten waren die weitläufige Verteilung und der niedrige Energiegehalt der Biomasse. Der sogenannte zweistufige biomass to liquid-Prozess schafft Abhilfe. Das Stroh wird an Sammelstellen verflüssigt und sein Energiegehalt dadurch deutlich konzentriert. Das Konzentrat wird dann zu Kraftstoff umgewandelt. Neben Stroh können auch andere Abfallprodukte verwendet werden, zum Beispiel Holzabfälle aus Sägewerken. Eine Pilotanlage auf dem Gelände des KIT veranschaulicht den Prozess von der Biomasse zur Zapfsäule.

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