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Deutsches Tagebucharchiv e. V. Emmendingen

Foto: Gerhard Seitz /Deutsches Tagebucharchiv e. V. Emmendingen

Zeugnisse des Lebens

Das deutschlandweit einmalige Tagebucharchiv bewahrt private Erinnerungen aus Ost und West auf.

Der Funker Carl Gebhard hält die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs in Zeichnungen fest. Dietmar Riemann, Fotograf aus Ostberlin, schreibt die Geschichte seiner Ausreise aus der DDR nieder. Und in den fünfziger Jahren vertraut die 17-jährige Anna-Barbara Hambach ihre Mädchenträume einem Tagebuch an. Für die Enkel geschrieben, in Leinen gebunden und auf dem Dachboden verstaut: Das ist das Schicksal vieler privater Memoiren. Das Deutsche Tagebucharchiv e. V. bereitet dem ein Ende. Frauke von Troschke gründet den Verein 1998 und sammelt Briefwechsel, Erinnerungen und Tagebücher. Die Hinterlassenschaften scheinbar unscheinbarer Leben haben für von Troschke einen großen wissenschaftlichen Wert – in der Erforschung der Alltags- und Mentalitätsgeschichte. Jeder kann in Emmendingen seine autobiografischen Aufzeichnungen abgeben. Sie werden aufbereitet und zugänglich gemacht. Rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen bei der Archivierung. Das Deutsche Tagebucharchiv besitzt bereits über 3.500 so genannter Archivalien. Und jedes Jahr kommen rund 500 Einzeldokumente hinzu.

365 Orte 2006

Deutsches Tagebucharchiv e. V. Emmendingen

Marktplatz 1
79312 Emmendingen
Baden-Württemberg

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