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Filmstadt Quedlinburg

Foto: Verein q-ARTus, Ruby Wegner

Auf den Film gekommen

Eine Welterbe-Stadt entdeckt sich neu.

Quedlinburg in Sachsen-Anhalt ist vor allem für seine vielseitige Architektur bekannt. Seit 1994 gehört die Stadt – mitsamt den 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten – zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jetzt zeigt der historische Ort der Öffentlichkeit ein neues Gesicht: das einer Filmstadt von Rang. Möglich macht es der Verein q-ARTus, der 40 Dokumentar- und Spielfilme wiederaufführt, die zwischen 1954 und 1990 vor der Altstadtkulisse gedreht wurden. Dabei sind fast ausschließlich Filme der DEFA – so hieß das Filmstudio der DDR – darunter sogar ein Streifen, der den ostdeutschen Bürgern vorenthalten und erst kürzlich wiederentdeckt wurde. Zu den Vorführungen werden neben der Öffentlichkeit auch Schauspieler, Regisseure und weitere Filmschaffende eingeladen. Anhand der Aufnahmen können Einheimische und Touristen die Veränderungen in der Harzstadt nachvollziehen und einiges über ihre Geschichte erfahren. Besonders dem jungen Publikum sollen die kulturhistorischen Dokumente näher gebracht werden. Als Aufführungsort dient das 1734 errichtete Palais Salfeldt, selbst eine Welterbestätte.

365 Orte 2010

q-ARTus e.V.

Hoymer Weg 266 A
06493 Ballenstedt
Sachsen-Anhalt

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