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Mehr Raum für die Elbe

Foto: Sebastian Bolze, UFZ

Alles im Fluss

Die Rückverlegung der Elbdeiche wird von disziplinübergreifender Forschung begleitet.

Nach den Hochwassern an Elbe und Oder galten kilometerlange Deiche in Deutschland lange als einzig wirksamer Schutz. Doch allein an der Elbe wurden durch den Bau bis zu 80 Prozent des Lebensraums in den Flussauen vernichtet. Mit der Rückverlegung des Elbdeiches ins Land wird der Zerstörung von Flora und Fauna Einhalt geboten: Über 140 Hektar Altaue werden wieder hergestellt, in diesem Umfang eine in Deutschland einmalige Maßnahme. Erstmals haben Experten vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) die Gelegenheit, ein derart großes Projekt wissenschaftlich zu begleiten: Welche Auswirkungen hat die Maßnahme auf die Natur? Was ändert sich für die Menschen im UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“? Um gemeinsam mit Kollegen Antworten auf diese Fragen zu finden, hat das UFZ eine interdisziplinäre Forschungsplattform eingerichtet. Forschergruppen werden gemeinsam Zusammenhänge erschließen und die Auswirkungen eingehend analysieren. Ihrer Arbeit kommt für alle groß angelegten Renaturierungsmaßnahmen der Zukunft eine besondere Bedeutung zu.

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Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

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