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Nachtwanderer-Bremen

Foto: Nachtwanderer-Bremen

Schlaflos in Bremen

Die Nachtwanderer machen ehrenamtlich Straßen sicherer – allein mit Worten.

Nachts ausgehen macht Spaß, nachts allein nach Hause gehen nicht unbedingt. Welcher jungen Frau zum Beispiel ist nicht mulmig zumute, wenn sie allein in der Straßenbahn mit einer Gruppe aggressiv-betrunkener Jungs sitzt, die plötzlich anfangen, sie anzupöbeln? Gut, wenn dann die Nachtwanderer zusteigen: Junge Erwachsene ab 25 Jahren, die am Wochenende ehrenamtlich in kleinen Gruppen nachts auf Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, erkennbar an einheitlicher Kleidung. Die Nachtwanderer sehen hin, greifen bei Schwierigkeiten beruhigend ein und sind jederzeit ansprechbar. Die freiwilligen Helfer verstehen sich nicht als Hilfspolizisten. Bewaffnet sind sie nur mit Handy, Taschenlampe und Erste-Hilfe-Set, geschult sind sie in Deeskalationstraining, Erster Hilfe und Rhetorik. Die Idee ist es, als Vertrauenspersonen mit Worten Aggressionen abzubauen, die Jugendkriminalität zu senken und allein durch Anwesenheit nachts Sicherheit in der Stadt zu vermitteln. Das Modell wird in Schweden mit Erfolg seit 1989 erprobt und wurde 2004 in Bremen übernommen.

365 Orte 2007

Nachtwanderer-Bremen

Rotdornallee 89
28717 Bremen

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