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NawaRo für Plastik und Co

Foto: ATB

Hanf statt Plastik

Ein Institut gewinnt modernste Werkstoffe aus traditionellen Rohmaterialien.

Kunststoffe sind allgegenwärtig, ob in Form von Handygehäusen, Plastikkulis oder Synthetikfasern. Doch was tun, wenn das dafür gebrauchte Erdöl immer knapper wird? Die Antwort kennt das Leibniz-Institut für Agrartechnik (ATB) in Potsdam. Dort erforschen die Wissenschaftler nachwachsende Rohstoffe. Mithilfe biotechnologischer Verfahren etwa wandeln sie Stärke in Milchsäure um - dank eines am ATB entwickelten kontinuierlichen Fermentationsverfahrens fünfmal effizienter als gewöhnlich. Milchsäure lässt sich wiederum zu Biokunststoffen weiter verarbeiten. Ein anderes Hauptaugenmerk liegt in Potsdam auf Pflanzenfasern wie Hanf. Diese bieten enormes Potenzial und werden bereits in Verbundwerkstoffen im Auto- und Flugzeugbau eingesetzt. Die ATB-Spezialisten arbeiten an weiteren patentierten Verfahren, um derartige Werkstoffe herzustellen. Diese Technologien tragen dazu bei, alternative Rohstoffe wettbewerbsfähig zu machen. Und vielleicht werden Rohstoffe „made in Potsdam“ für Möbel aus Hanf oder Handys auf Milchsäurebasis schon bald die brandenburgische Wirtschaft stärken.

365 Orte 2009

Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V.

Max-Eyth-Allee 100
14469 Potsdam
Brandenburg

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