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Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim GmbH

Foto: Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim GmbH

Mumien per Post

Die Sammlungen zu Alt-Peru und zum Alten Ägypten zählen zu den bedeutendsten Europas.

Wilhelm ist krank und seine Eltern in Hildesheim denken, es sei wohl das Beste, ihn nach Ägypten zu schicken – im 19. Jahrhundert hält man das trockene Klima dort für zuträglich. Wilhelm Pelizaeus ist gerade 17 Jahre. Er soll gesunden und in der Firma seines Onkels in Alexandria sein Wissen als Kaufmann verbessern. Am Nil entdeckt er sein Faible für ägyptische Kunst. Jahre später schenkt er dem Hildesheimer Roemer-Museum Statuen und Schmuck, denn er kennt das Haus noch gut aus seiner Schulzeit. Hermann Roemer hatte es gegründet, ein Sammler, der in der Welt nach Spuren des Lebens suchte, nach „historischen oder typologischen Ausprägungen“. Roemer wollte „die Erde im Kleinen“ zeigen und so ein Weltmuseum schaffen. In Pelizaeus fand er einen begeisterten Mitsammler, die beiden sammelten fortan gemeinsam. Aus Kairo schickte Pelizaeus einmal eine Mumie samt Sarg nach Hildesheim. Heute birgt das Roemer- und Pelizaeus-Museum eine der bedeutendsten Altägypten- und Alt-Peru-Sammlungen Europas.

365 Orte 2006

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim GmbH

Am Steine 1–2
31134 Hildesheim
Niedersachsen

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