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Schiller-Nationalmuseum/Deutsches Literaturarchiv

Foto: Chris Korner für DLA-Marbach

Architektur für Literatur: das LiMo

Die Schatzkammer der neueren deutschen Literatur befindet sich in Marbach am Neckar.

Der Atari-Computer, auf dem Thomas Strittmatter schrieb, die Schere, die der Philosoph Hans-Georg Gadamer benutzte – alles Erinnerungsstücke, die das Deutsche Literaturarchiv Marbach bewahrt. Die Idee: Marbach ist ein einzigartiges Gedächtnis deutschsprachiger Kultur und Literatur seit 1750. Das Archiv birgt über 1.100 Autorennachlässe mit Autographen, Lebensdokumenten und Erinnerungsstücken – von Schiller, Hölderlin oder Mörike über die Dichter des Expressionismus bis hin zu den Autoren der Gegenwart. In Marbachs Magazinen lagern die Manuskripte von Kafkas „Proceß“, Döblins „Berlin Alexanderplatz“, Hesses „Steppenwolf“, Heideggers „Sein und Zeit“, Kästners „Emil und die Detektive“, außerdem die Nachlässe von Kurt Tucholsky, Gottfried Benn oder Paul Celan. Weil Unterlagen von Schriftstellern nicht erst mit deren Tod archivierenswert sind, haben Sarah Kirsch oder Peter Rühmkorf ihre Vorlässe bereits nach Marbach gegeben. Von 2006 an wird dieses literarische Gedächtnis des 20. und 21. Jahrhunderts im neuen Literaturmuseum der Moderne in Marbach zu sehen sein.

365 Orte 2006

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Postfach 1162
71666 Marbach am Neckar
Baden-Württemberg

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