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Studienfakultät für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan

Foto: Lehrstuhl für Landtechnik, Wissenschaftszentrum Weihenstephan

Stickstoff bitte anpassen

Beim präzisen Landbau erhält jeder Quadratmeter eines Feldes nur so viel Dünger, wie er braucht.

Ein Landwirt blickt auf sein im Wind wogendes Weizenfeld. Nachdenklich kratzt er sich im Nacken. In einer Ecke steht der Weizen hoch, auf der anderen Seite mickrig. Dort fehlt vielleicht Humus, der den Stickstoff für die Pflanze speichert. Keine Pflanze wächst ohne Stickstoff. Dort war zu wenig im Boden, hier zu viel. So war es bisher, weil der Landwirt alle Pflanzen gleich düngte. Das änderte sich mit Precision Farming, dem präzisen Landbau, wie er am Wissenschaftszentrum der TU München in Weihenstephan entwickelt wurde. Der Clou: Jede Pflanze bekommt, was sie braucht. Im Rechner am Traktor sind alle Bodendaten: Wo steckt genug Stickstoff, wo fehlt er? Ein Satellit funkt dem Rechner, wo der Traktor steht, der prüft Pflanzenwachstum und Nährstoffversorgung an diesem Punkt und befiehlt der Düngeautomatik die perfekte Dosierung. Professor Hermann Auernhammer von der Studienfakultät für Agrar- und Gartenbauwissenschaften bekam für die Technik den Deutschen Umweltpreis. Ein gelungener Feldversuch.

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Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues, TU München

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