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CleverShuttle − Von Tür zu Tür per grünem RideSharing

Initiator: GHT Mobility GmbH, Berlin

Das Berliner Start-up CleverShuttle bietet einen günstigen und elektrischen Tür-zu-Tür-Fahrdienst nach RideSharing-Prinzip. Ein intelligenter Algorithmus errechnet die besten Streckenkombinationen und fasst die Anfragen zu Fahrgemeinschaften zusammen.

Wir haben uns gefragt, ob es noch zeitgemäß ist, dass sich Menschen einzeln in spritfressenden Limousinen durch die Stadt fahren lassen. Die klare Antwort darauf lautet: Nein! CleverShuttle bietet eine Lösung für gleich mehrere Herausforderungen des urbanen Verkehrs – Lärm, Stau und CO2-Belastung.

Bruno Ginnuth, Geschäftsführer von CleverShuttle

Foto: CleverShuttle – GHT Mobility GmbH

Ein Taxi zu nutzen ist bequem, doch nicht sonderlich effizient: Zumeist sitzt nur ein Fahrgast im Wagen. Das geht besser, dachten sich die Gründer von CleverShuttle und kombinierten einen Tür-zu-Tür-Fahrdienst mit dem RideSharing-Prinzip. Dabei setzen sie auf eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte aus Elektroautos und Plug-In-Hybriden. Nutzer können den Fahrservice bequem über eine App buchen. Ein Optimierungsalgorithmus bündelt Fahrgäste mit ähnlichen Routen zu Fahrgemeinschaften, sodass die Autos besser ausgelastet sind, als dies aktuell etwa bei Taxis der Fall ist.

Durch eine intelligente Planung der Routen dauert die geteilte Fahrt nur unwesentlich länger als auf direktem Weg und ist dabei deutlich günstiger. Durch den ausgeklügelten Algorithmus und die hohe Auslastung der Fahrzeuge gibt es kaum unnötige Wege und wenige Leerfahrten. In Kombination mit den alternativen Antrieben der Autos erweitertet das Berliner Start-up das urbane Mobilitätsangebot so um eine kostengünstige, umweltbewusste und clevere Alternative.

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Gut zu wissen

  • Gründung: 2014 in Berlin durch Bruno Ginnuth, Jan Hofmann und Slava Tschurilin
  • 16 Mitarbeiter, 25 Fahrer (Stand: September 2016)
  • Verfügbarkeit: 2016 Betatests in München, Leipzig und Berlin − 2017 Ausweitung auf Hamburg und Frankfurt am Main

Interview mit Bruno Ginnuth, Geschäftsführer von CleverShuttle

Wie kamen Sie auf die Idee, dass die Welt CleverShuttle braucht?

Drei Dinge stehen fest. Erstens bewegen sich Menschen in Großstädten häufig zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung. Zweitens leiden Großstädte unter verkehrsbedingtem CO2-Ausstoß. Drittens gibt es Situationen des Alltags in denen es sinnvoll ist, sich chauffieren zu lassen. Mit CleverShuttle greifen wir diese Trends und Beobachtungen auf und bieten den Menschen die Möglichkeit, sowohl sich selbst, als auch ihrer Stadt etwas Gutes zu tun – nämlich günstige und grüne Tür-zu-Tür-Mobilität.

Foto: CleverShuttle – GHT Mobility GmbH

Welche Herausforderungen gab es bei der Umsetzung?

Die größten Herausforderungen waren das Einholen der behördlichen Genehmigungen und das Beibehalten des Fokus auf das Wesentliche. Mit innovativen Konzepten wie CleverShuttle wissen Behörden häufig noch nicht umzugehen. Des Weiteren ist es als junges Unternehmen immer schwer, den Fokus auf das Wesentliche zu behalten und sich nicht von wenig relevanten Themen ablenken zu lassen.

Wo sehen Sie Ihr Projekt in zwei Jahren?

Unser Ziel ist es, dass CleverShuttle sich als zeitgemäße und umweltfreundliche urbane Verkehrsalternative etabliert. Das bedeutet, dass wir unserer DNA treu bleiben und weiterhin konsequent auf Elektromobilität und Digitalisierung setzen. So wird einerseits die Umwelt geschont, andererseits können wir effizient arbeiten, da durch unser IT-System Leerfahrten minimiert und Strecken optimiert werden. Wir wollen zudem in zwei weitere europäische Märkte expandieren.

Was raten Sie anderen Menschen, die eine gute Idee haben und sie in die Tat umsetzen wollen?

Ich rate jedem, der eine gute Idee hat, sich selber keine Grenzen zu setzen. Teste deine Idee am Markt und hole dir Feedback. Setze deine Idee lieber früh als spät um! Für ein Start-up braucht man viel Energie und Zeit – das sind Ressourcen, die im Laufe des Lebens immer knapper werden.