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MIA Mobility Engine

Die MIA Mobility Engine ist eine Software-as-a-Service-Datenanalyseplattform für Mobilitätsunternehmen und Stadtverwaltungen, mit deren Hilfe die Entwicklung nachhaltiger Mobilität vorangetrieben wird.

MIA map intelligence agency, Aachen

Mit ‚BewegungUmdenken‘ erschaffen wir ein nachhaltiges Mobilitätkonzept für unsere MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung, der Stadtwerke Norderstedt und deren Töchter. Die MIA Mobility Engine ermöglicht uns, die Mobilitätsdaten aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das hilft uns dabei, fundierte Entscheidungen bei der Expansion unseres Projekts zu treffen, und es wird für die Planung der Fahrradwegeplanung der Stadt sehr wichtig.

Dipl.-Ing. Thorsten Meyer, Projektleiter „BewegungUmdenken“, Stadtwerke Norderstedt

Grafik eines Stadtplans mit Ampeln. In roten Waben wird der zähfließende Verkehr dargestellt.

Die MIA Mobility Engine bietet auf Basis der von Städten oder Unternehmen übertragenen Echtzeitdaten Analysemodule für Bewegungsdaten an, die Aufschlüsse zur Mobilität bieten. Daraus lassen sich gezielte Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung ableiten. Dabei bietet die MIA Mobility Engine verschiedene Analysemodule an. Mit dem Modul Fahrtauswertung haben Kommunen die Möglichkeit, Erkenntnisse über das Fahrtverhalten der BürgerInnen zu erhalten und die Effekte von Verkehrsmaßnahmen, wie zum Beispiel Pop-up-Radwegen, zu verifizieren.

Ein weiterer Baustein ist das Ampelanalysemodul. Dieses Tool hilft Kommunen, besser zu verstehen, welchen Einfluss Ampeln auf den Verkehrsfluss haben. Diese Analyse findet besonders verkehrsbeeinträchtigende Ampelfolgen und schlägt Anpassungen der Wartezeiten vor. Neben der öffentlichen Hand sind Wirtschaftsunternehmen eine zweite Zielgruppe für die MIA Mobility Engine. Hier bietet das SaaS-System Analysen zur Optimierung an, wie beispielsweise für die Auslastungssteigerung von Sharingsystemen.

Preisträgervideo MIA

Mit dem Laden des Videos werden Datenverbindungen zu Youtube / Google aufgebaut. Weitere Informationen finden Sie hier

Gut zu wissen

  • Die MIA map intelligence agency wurde 2019 von Felix Wehnert, Gero Gerke und Maximilian Hippler gegründet, aus dem Bedürfnis heraus, Mobilität besser zu machen.
  • Ursprünglich hatten die Gründer zwei verschiedene Open-Data-Projekte zum Thema E-Bike- und E-Scooter-Sharing entwickelt. Sie stellten aber schnell fest, dass sich diese Produkte sehr leicht kommerzialisieren und an Mobilitätsanbieter und Städte verkaufen lassen. Seitdem entwickeln sie verschiedene Analysemodule für die MIA Mobility Engine, mit denen Städte und Unternehmen für bedarfsgerechte Mobilität für alle Bevölkerungsschichten und MitarbeiterInnen sorgen.
  • Aktuell arbeitet die MIA map intelligence agency in zwei Aachener Co-Working-Spaces, die vom DigitalHub und vom Collective Incubator der RWTH Aachen zur Verfügung gestellt werden.
Porträtfoto Felix Wehnert, Gründer, MIA map intelligence agency

Interview mit Felix Wehnert, Founder, MIA map intelligence agency

Wie ist die Idee zu Ihrem Projekt entstanden?

Die größte Herausforderung war es, die Masse an Daten effizient zu speichern, zu verarbeiten und auszuwerten. Wenn jeder Verkehrsteilnehmer im Sekundentakt seine Position aufnimmt und an uns übermittelt, wird der entstehende Datensatz sehr schnell sehr groß und benötigt spezielle Datenbanken, die in der Lage sind, eine solche Menge zu verarbeiten. Trotzdem wollten wir unsere Analysen möglichst echtzeitfähig halten, damit unsere Kunden auf besondere Ereignisse oder Situationen reagieren können.

Wo sehen Sie Ihr Projekt in fünf Jahren?

Analyse für Bewegungsdaten ist nicht nur für den innerstädtischen Verkehr interessant. Wir planen, unsere Analysen auch für andere Formen der Mobilität anzubieten, wie zum Beispiel in der Nautik, in der Logistik an Flughäfen oder auf Messegeländen. Dafür müssen unsere bestehenden Analysen angepasst und neue Auswertungen konzipiert werden. Dazu planen wir den Ausbau unseres Teams, ohne dabei auf externe Investitionen angewiesen zu sein.

Was raten Sie anderen Menschen, die eine gute Idee haben und sie in die Tat umsetzen wollen?

Ein gutes Team ist deutlich wichtiger als die anfängliche Idee. Die Idee wird sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickeln, doch das Team bleibt dasselbe. Gerade in den Anfängen eines solchen Projekts lernt man sehr viel darüber, wie die Idee angenommen wird. Zudem sollte man sich für das erste Projekt eine Nische suchen. Das bedeutet, einen Markt und eine Zielgruppe zu finden, die zu klein für ernstzunehmende Konkurrenz ist und trotzdem viele mögliche Kunden hat.