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1 on 3 4 all

Ein inklusives Fahrzeug befördert Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Idee

1 on 3 4 all ist ein smartes, Stufe-5-autonomes Konzept. Das Fahrzeug kann per App oder durch ein kleines Device zu dem eigenen Standort oder einer gewünschten Adresse bestellt werden. Das On-Demand-Fahrzeug ist in drei Bereiche unterteilt. Es hat einen verbreiterten Sitzplatz, einen Anlehnbereich und eine individuell bespielbare Fläche, welche unter anderem für Rollstühle oder Kinderwagen genutzt werden kann. Die ruhige Gestaltung setzt den Fokus auf die Kontraste des Innenraums, welche sehbeeinträchtigte Menschen zu Sitz- oder Haltemöglichkeiten hinweisen kann. Innerhalb des Fahrzeugs befindet sich ein Bildschirm, mit dem zusätzliche Informationen gesammelt werden können oder die Fahrroute geändert werden kann. Sollte ein Mitfahrer den Bildschirm nicht bedienen können, kann er dies auch durch Sprachsteuerung tun. Durch das Design und die textile Bespannung wird Offenheit und Simplizität kommuniziert. Das Entfallen der eigentlichen Steuertätigkeit macht es Menschen, für die derzeit kein Mobilitätsangebot besteht, möglich sich autark durch den Alltag zu bewegen. Die Fahrzeuge kommunizieren miteinander, um die sinnvollsten Routen auszuwählen und dadurch effizienter mit Ressourcen und Zeit umzugehen. 1 on 3 4 all basiert auf einem modularen System, um geringe Wartungszeiten zu ermöglichen und so die Kosten des Fahrservices zu minimieren. Ist ein Modul des Fahrzeugs defekt, kann es schnell ausgewechselt und das defekte Teil repariert werden, während das Fahrzeug wieder auf der Straße ist.

Die Köpfe dahinter

Thomas Jäger hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main Produktdesign studiert. Während seines Studiums spezialisierte er sich auf die Themen Human Centered Design und Humanitarian Innovation. Er gründete unter anderem das Home.Work Projekt, welches Flüchtlinge in Griechenland zur Selbsthilfe befähigen will.

Paulina Kämmerer studiert an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main Produktdesign. Seit Oktober 2019 arbeitet sie als Praktikantin bei der europäischen Entwicklungszentrale von Mazda Europe.

Wir müssen, bevor wir anfangen, Produkte wie Hundehaartrockner zu entwerfen, zunächst die Kraft der Innovation denen zur Verfügung stellen, die noch heute existenziell darauf angewiesen sind. Wir sind eine globale Gesellschaft und als solche dürfen wir Gruppen von ihr nicht einfach vergessen. Bevor neue Mobilitätskonzepte entwickelt werden, sollte zuerst an die Menschen gedacht werden, die durch heutige Mobilitätskonzepte immer noch exkludiert werden.

Thomas Jäger und Paulina Kämmerer