QR-Code: https://land-der-ideen.de/wettbewerbe/deutscher-mobilitaetspreis/neuigkeiten-videos-termine/neuigkeiten/interview-mit-prof-dr-christian-liebchen-professor-fuer-verkehrsbetriebsfuehrung

Neuigkeiten

Umfrage zur Mobilität der Zukunft: „Die Digitalisierung ist im Mobilitätsalltag angekommen“

Umfrage zur Mobilität der Zukunft: „Die Digitalisierung ist im Mobilitätsalltag angekommen“

27. Oktober 2017 – Das Meinungsforschungsinstitut infas hat eine Umfrage zur Mobilität der Zukunft durchgeführt. Wir sprachen mit Robert Follmer, dem Leiter der Studie. weiterlesen

„Die Sicherheit unseres Verkehrssystems wird sehr stark von uns Menschen bestimmt“

„Die Sicherheit unseres Verkehrssystems wird sehr stark von uns Menschen bestimmt“

20. Oktober 2017 – Prof. Barbara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung des DLR, im Gespräch über die Forschung zur Mobilität. weiterlesen

Vernetzte Mobilität im Fokus beim Deutschen Mobilitätskongress in Frankfurt am Main (4. - 6. Oktober 2017)

Vernetzte Mobilität im Fokus beim Deutschen Mobilitätskongress in Frankfurt am Main (4. - 6. Oktober 2017)

26. September 2017 − Der diesjährige Deutsche Mobilitätskongress in Frankfurt am Main rückt die vernetzte Mobilität in den Fokus der Diskussion. weiterlesen

„Mobilitätsprozesse werden durch Geodaten stark beeinflusst“

„Mobilitätsprozesse werden durch Geodaten stark beeinflusst“

14. September 2017 – Zum Start des Ideenwettbewerbs haben wir mit Prof. Gerd Buziek von Esri Deutschland über die intelligente Nutzung von Geodaten gesprochen. weiterlesen

Start Open-Innovation-Wettbewerb: Ideen einreichen für eine sichere Mobilität von morgen!

Start Open-Innovation-Wettbewerb: Ideen einreichen für eine sichere Mobilität von morgen!

4. September 2017 – Die Open-Innovation-Phase beginnt: Ganz Deutschland kann mitmachen und Ideen zur smarten Nutzung von Geodaten einreichen. weiterlesen

IT und Mobilität: „Es geht nicht mehr darum, ein paar Bleche zusammenzuschrauben“

IT und Mobilität: „Es geht nicht mehr darum, ein paar Bleche zusammenzuschrauben“

9. August 2017 – Dr. Bettina Horster beschreibt im Interview, wie Informationstechnologie unsere Mobilität revolutioniert. weiterlesen

Zweiter BMVI Startup Pitch am 1. August 2017 im Bundesverkehrsministerium

Zweiter BMVI Startup Pitch am 1. August 2017 im Bundesverkehrsministerium

26. Juli 2017 − Beim BMVI Startup Pitch erhalten kluge Köpfe die Gelegenheit, innovative Geschäftsideen aus dem Bereich Mobilität zu präsentieren. weiterlesen

Zukunft der Mobilität: „Es ist wichtig, schon jetzt miteinander zu reden“

Zukunft der Mobilität: „Es ist wichtig, schon jetzt miteinander zu reden“

24. Juli 2017 – Wir sprachen mit Prof. Dr. Stephan Rammler über den Weg in die Zukunft der Mobilität und die Rolle der Digitalisierung. weiterlesen

Und der Deutsche Mobilitätspreis 2017 geht an...

Und der Deutsche Mobilitätspreis 2017 geht an...

29. Juni 2017 – Die Sieger des Deutschen Mobilitätspreises 2017 stehen fest: Gestern wurden die frisch gebackenen Preisträger im BMVI ausgezeichnet. weiterlesen

Energiefresser Mobilität

Energiefresser Mobilität

31. Mai 2017 – Mobilität muss sein. Aber wieviel Energie wird benötigt, um Menschen und Güter von A nach B zu bringen? Die Antwort in unserer Statistik-Rubrik. weiterlesen

„Autonome Fahrzeuge sind eine riesige Chance“

„Autonome Fahrzeuge sind eine riesige Chance“

4. Mai 2017 – Anlässlich der bevorstehenden Jurysitzung sprachen wir mit Dr. Meike Niedbal, die in diesem Jahr erstmals als Mitglied der Jury bei der Auswahl der Preisträger mitwirkt. weiterlesen

Sicherheit im Straßenverkehr

Sicherheit im Straßenverkehr

20. April 2017 – Zwar ist der Straßenverkehr in den letzten Jahrzehnten wesentlich sicherer geworden. Dennoch gehören Unfälle zum Alltag - wie die Statistik zeigt. weiterlesen

„Fahrerlose Fahrzeuge könnten das Verkehrswesen umwälzen"

Herr Professor Liebchen, Sie sind im Studiengang Verkehrssystemtechnik an der TH Wildau für den Bereich Verkehrsbetriebsführung zuständig. Das klingt für den Laien zunächst einmal etwas unzugänglich. Mit was genau beschäftigen Sie sich?

Mein Fachgebiet umfasst den Begriff „Betrieb“ in zwei Dimensionen: Ich betrachte erstens den Verkehrsbetrieb, also das Verkehrsunternehmen, beispielsweise welche Aufgaben in diesen zum Einsatz von Fahrzeugen und Personalen regelmäßig zu erledigen sind.
Zweitens vermittle ich die eigentliche Durchführung des Verkehrs, was Betrieb genannt wird. Eisenbahnbetrieb betreffend gehen wir beispielsweise der Frage nach, unter welchen Bedingungen ein Signal überhaupt erst „grün“ zeigen darf. Straßenverkehr betreffend analysieren wir, was es mit „Stau aus dem Nichts“ auf sich hat und warum es weniger „Grüne Wellen“ gibt, als sich die meisten Straßenverkehrsteilnehmer schon mal gewünscht haben dürften.

Die Digitalisierung eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten für die Verbesserung von Mobilitätsangeboten, sei es beispielsweise unter Sicherheits- oder Umweltaspekten. Auch für die Verkehrsplanung ergeben sich eine Vielzahl neuer Anwendungsfelder. Welche würden Sie besonders hervorheben?

Wirklich umwälzende Änderungen für Verkehr, wie wir ihn heute kennen, erwarte ich vor allem dann, wenn fahrerlose Fahrzeuge sicher, mit vertretbaren Kosten und gleichberechtigt mit anderen Fahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen können und dürfen.

Was in der Stadt meist kaum ein Problem darstellt, kann auf dem Land hingegen zur großen Herausforderung werden: Der Bus kommt nicht gemäß des Fahrplans, die Bahn ist plötzlich ausgefallen. Kann auch hier die Digitalisierung helfen?

Insbesondere nach (Groß-) Störungen werden heute – wie vor 20 Jahren – nicht ausreichende Informationsflüsse zu den Fahrgästen bemängelt, leider nicht selten berechtigt. Nicht zuletzt aufgrund der mit Smartphones gestiegenen Erwartungen der Fahrgäste, muss der öffentliche Verkehr gerade hier immer besser werden und stets über jeweils mögliche Alternativen informieren. Hierzu kann im Sinne eines verlässlichen Öffentlichen Verkehrs auch der Verweis auf örtliche Taxianbieter zählen, für deren Fahrpreis das von der Störung betroffene Verkehrsunternehmen dann auf der Basis vorab vereinbarter Regeln (teilweise) aufkommen könnte.
Es ist aber auch klar: Nicht bei jeder Störung ist mit ihrem Eintreten exakt klar, wie lange sie einschränkend wirken wird (Personenunfall, Blitzeinschlag) – denn in die Zukunft sehen kann weder der beste Disponent noch Kollege Computer. Insofern wird es immer Informationen bzw. Empfehlungen geben, die sich im Nachhinein leider nur als „falsch“ herausstellen können.

Deutschlands Städte werden überschwemmt von neuen Mobilitätsformen wie Sharing-Angeboten oder Ride-Sharing-Anbietern – momentan sind beispielsweise Elektro-Tretroller stark im Trend. Herausforderung oder Chance für die öffentliche Infrastruktur?

In Elektro-Tretrollern kann ich persönlich nur einen sehr geringen positiven Beitrag zur Lösung städtischer Verkehrsprobleme ausmachen. Wenn hingegen ansprechende Ride-Sharing-Angebote dazu führen, dass (viel) weniger Autos als heute mit nur einem Insassen unterwegs sind, dann könnte sowohl verstopften Straßen als auch der Umwelt geholfen werden.

Wie wird sich der Verkehr in Zukunft entwickeln – was ist Ihre Vision für die Mobilität 2050?

Konkretes Ziel muss sein, dass ausschließlich lokal emissionsfreie Fahrzeuge eingesetzt werden, die zudem zu 100% mit regenerativ gewonnener Energie betrieben werden.
In „Ebene null“ fände ich den Einsatz sicherer und erschwinglicher fahrerloser Fahrzeuge überaus spannend, da dies tatsächlich für das gesamte Verkehrswesen umwälzend wirken würde und gewiss auch heute noch nicht erdachte Formen von Mobilität eröffnen wird.
Wenn daneben auch Technologien für den Transport von Waren und ggf. Personen in darüber liegenden Ebenen – also in der Luft – verfügbar werden, dann bin ich höchst gespannt auf die Debatten zu deren Akzeptanz, sowie die schließlich zu entwickelnden Regularien.

Alle Preisträger 2019 finden Sie hier.